Brandenburg: Kampfsportler schlägt vier Polizisten krankenhausreif

In Brandenburg hat der Ex einer jungen Frau vier Polizisten verletzt. Sie mussten ins Krankenhaus. Die Polizeigewerkschaft verlangt härtere Strafen für Gewalttäter, die Beamte angreifen.

Der Ex einer jungen Frau hat im brandenburgischen Guben (Spree-Neiße) vier Polizisten angegriffen und verletzt. Der 25-Jährige versuchte nach Angaben der Polizeidirektion Süd, in die Wohnung der Frau zu gelangen. Als die Polizisten den Streit schlichten wollten, zog er ein Messer. Der Mann – ein Kampfsportler – griff die Beamten an und schlug auf sie ein. Nur mithilfe von Pfefferspray konnte der Angreifer überwältigt werden. Er wurde vorläufig festgenommen. Inzwischen ist er wieder auf freiem Fuß. Die Beamten mussten im Krankenhaus behandelt werden und waren nicht mehr einsatzfähig.

Gewerkschaft der Polizei fordert Bodycams

Nach dem Vorfall verlangte der Brandenburger Landesverband der Polizeigewerkschaft mehr Schutz. Die Landesregierung müsse für einen schnellen und flächendeckenden Einsatz von Bodycams – Körperkameras – sorgen, betonte Lutz Thierfelder, stellvertretender Landesvorsitzender der Polizeigewerkschaft am Samstag. Aus seiner Sicht könnten Gewalttäter dadurch von ihren Taten abgehalten werden. Zudem stünde Videomaterial zur Aufklärung bereit. Außerdem sollte der Einsatz von Elektroschockern in Brandenburg geprüft werden. Jeder körperliche Angriff auf Beamte müsse mit einer Haftstrafe von mindestens sechs Monaten bestraft werden.

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