POL-AA: Schorndorf: 48-Jähriger hisst Banner auf einem 40-Meter Kamin

Schorndorf (ots) – Auf einem Gelände in der Heinkelstraße kam es am Donnerstagabend zu einem gefährlichen und absolut ungewöhnlichen Polizeieinsatz. Es ging beim Polizeirevier Schorndorf gegen 17 Uhr der Hinweis ein, dass eine Person auf dem Betriebsgelände einer ehemaligen Lederfabrik auf einem Kamin stehen würde und ein etwa 30 Meter langes Banner mit der Aufschrift „Besetzt“ hissen würde. Beim Eintreffen einer entsandten Polizeistreife konnte dieser Mann aus der Ferne festgestellt werden. Er war wohl gerade dabei, das Banner wieder einzurollen. Im Anschluss war die auf dem etwa 40 Meter hohen Kamin stehende Person weder zu sehen noch auf Zurufen erreichbar. Aufgrund der Gesamtumstände, insbesondere aber auch aus gefahrenabwehrrechtlichen Gesichtspunkten, wurden Rettungskräfte alarmiert. Denn es war unklar, ob möglicherweise der Person etwas zugestoßen ist. Da sich eine mögliche Höhenrettung als sehr schwierig und gefährlich darstellte, waren Kräfte des Rettungsdienstes sowie der örtlichen Feuerwehr im Einsatz. Letztlich wurde der Einsatzort wegen der zwischenzeitlich eingetretenen Dunkelheit von einem Polizeihubschrauber ausgeleuchtet, während Kräfte des Spezialeinsatzkommandos den Kamin bestiegen. Weder auf der Spitze des Turms, noch im Innern des Kamins konnte der Gesuchte angetroffen werden. Nachdem entsprechende Kletterutensilien aufgefunden worden sind, war zu vermuten, dass die Person sich auf der Kamininnenseite zwischenzeitlich abgeseilt hatte. Die auf dem Kamin vorgefundenen Gegenstände wurden sichergestellt. Die weitere Absuche auf dem Gelände gestaltete als schwierig und war wegen der Einbruchsgefahr der Gebäude auch nur bedingt möglich. Trotz allem konnte ein 48-jähriger Mann gegen 21 Uhr in einem Erdloch auf dem Gelände von Polizeikräften aufgefunden werden. Der Mann, der sich bei der Polizei zunächst nicht zu der Aktion äußerte, wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch. Zudem wird geprüft, inwieweit ihm die angefallenen Kosten des Rettungseinsatzes in Rechnung gestellt werden können. Die weiteren Ermittlungen zum Vorfall dauern an.

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